Frontex & Co.

operacion feriante7 gc unter Lkw

Frontex & Co.

In Ceuta sind Sicherheitskräfte allgegenwärtig. Während die Nationalpolizei die Stadt überwacht, übernimmt die Sondereinheit guardia civil die Überwachung der Grenzkontrollen und des Zauns. Die Kollegen der europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX stehen den spanischen Kollegen bei der Überwachung des maritimen Raums bei und werden zu Sondereinsätzen nach Ceuta geholt, wie etwa zur operación feriante.

Flucht im Lkw – Operation „feria“

In Ceuta findet die alljährliche feria statt, ein großes Volksfest, zu dem die ganze Stadt sich herausputzt. Damen hüllen sich in schöne Flamencotrachten und auf dem Festplatz sorgen Karussells für Kurzweil. Auch für die Migranten ist die feria ein Höhepunkt des Jahres. Denn all die Attraktionen und Fahrgeschäfte, die vom Festland nach Ceuta transportiert worden sind, müssen nach dem Fest wieder zurückgebracht werden. Selten verlassen so viele Lastwagen die Stadt wie am Morgen nach dem Fest. Und selten gibt es so viele Gelegenheiten, sich unter einem der Wagen zu verstecken, um aus Ceuta herauszukommen. Dem spanischen Staat ist dieses Schlupfloch natürlich nicht entgangen: in der groß angelegten Durchsuchungsaktion operación feriante wird jeder Wagen, der nach dem Volksfest den Hafen Ceutas verlässt, gleich mehrfach untersucht – von Polizeieinheiten mit Hunden und Spiegeln, von der guardia civil und FRONTEX mit elektronischen Herzschlagmessgeräten. Das Zeichen, das damit gesetzt werden soll, ist klar: die Wächter der europäischen Festung lassen sich nicht überlisten. Und dennoch, immer wieder schaffen es einige, sich in den Fahrzeugen versteck zu halten und die Kontrollen zu durchqueren. Auch das ist ein Zeichen: die Antwort der Migranten auf die Abschottungsversuche der Festung Europa.

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